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Delin.VI,4,27



Bild zitieren
Delin.VI,4,27

Ohlau
Oława

Mitte 16. Jahrhundert
Zeichnung

Referenz: Reise, Rast und Augenblick : mitteleuropäische Stadtansichten aus dem 16. Jahrhundert, S. 78
Maße (mm):
370 x 480

Ausrichtung:
Ansicht von Süden

Technik:
Federzeichnung

Material:
Papier

Kolorierung:
Wasserfarben, Deckfarben, Goldhöhung

Zyklus:
Die Reise des Pfalzgrafen Ottheinrich 1536/37

Bildbeschreibung:
Ohlau liegt in einer Niederung zwischen der Oder und der 350 m entfernten Ohle. Die Hohe Straße und die Straße Breslau – Grottkau überquerten hier die beiden Flüsse. Die ursprünglich altslawische Siedlung ging 1206 in herzoglichen Besitz über. 1241 erhielt Ohlau das Magdeburger Stadtrecht, doch noch im selben Jahr zerstörten die Mongolen die Stadt, so dass sie neu angelegt werden musste. Im 14. Jh. kam Ohlau zum Herzogtum Brieg und wurde zur zweiten Residenz der Brieger Piasten. 1428 setzten die Hussiten Ohlau in Brand. Die Regelmäßigkeit der nach Plan angelegten Straßenstadt war durch den Standort des Alten Schlosses im Südosten am Brieger Tor und die Pfarrkirche St. Blasius im Südwesten durchbrochen. Eine völlige Umgestaltung erfuhr die Stadt, als man im 14./15. Jh. das Schloss vom Südosten nach Norden verlegte und es 1529 in die Stadtbefestigung einbezog. Gegen Ende des 16. Jh., etwa gleichzeitig mit dem Neubau der Pfarrkirche und des Rathauses, wurde das Schlossgrundstück trapezförmig ausgestaltet. 1634 wurde die ganze Stadt bis auf St. Blasius durch einen Brand zerstört.

Beschriebener Ort:
Ohlau

Beschriebenes Gebäude:
Stadtmauer Ohlau, Ohlau
Brieger Tor, Ohlau
Sankt Blasius, Ohlau
Rathaus Ohlau


Bildtext:
ZV DER ALL (Banderole oberhalb der Stadt); Zu Doll (mit Stift, schwer lesbar) (Zu D?oll = an der Ohle, Ohlau).

Kommentar:
Älteste Ortsansicht

Freie Schlagwörter:
Zu der All

Sammlung:
Delineationes VI

Provenienz:
Ebrach, Zisterzienserabtei

Frühere Signatur:
Delin.VI,27 (Signatur Ebracher Klebeband)
Delin.VI,30 (Signatur Stationennummerierung nach Marsch)

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